Benyi
Darnó de Buenos Aires
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Geboren in
Buenos Aires, begann er mit dem Tango tanzen im Alter vom 13 Jahren. Seine ersten
Schritte erlernte er auf Familienfesten, mit Cousinen und Verwandten. Später übte
er mit anderen Jungs neue Figuren in den Clubs, denn Mädchen war es von ihren
Müttern her verboten dort hinzugehen.
Mit 16 Jahre verschaffte er sich mit einem gefälschten Ausweis Zutritt zu den
Milongas (Tango Salons), wo er mit anderen Frauen tanzen konnte. Der Eintritt
war erst ab 18 Jahren möglich. Dort beobachtete er die guten Tänzer, um später
zuhause das Gesehene, zuerst mit Freunden, anschließend mit den Frauen in den
Milongas zu üben. Um sich die Tanzschuhe nicht zu beschmutzen fuhr er mit dem
Bus (dank seines Onkels der Busfahrer war, gratis) zu den Milongas der Sadtmitte,
denn die Strassen waren nur im Zentrum geteert.
Als Zeichen seines großen Talentes begann er bereits mit 18 Jahren seinen ersten
Unterricht im "Club Tucuman" zu geben. Außerdem tanzte er im "Cabaret International"
im Retiro Stadtviertel vor, begleitet mit dem Orchesta vom Alfredo Calabró. Damals
gab es in Buenos Aires hunderte vom Orchestern. Der Tango erlebte ein "Boom"-
Dank auch an Juan D'arienzo- nach der "Década Infame" der 30er Jahre (verruchtes
Jahrzehnt). Als er heiratete, legte er eine Unterrichtpause ein, um für die Familie
zu arbeiten, damals war der Tango noch nicht professionell. Einige Jahre später,
nach seiner Scheidung wurde der Tango sein Hauptberuf. Er gab Unterricht und tanzte
in Shows, Theater, Fernsehen und Kinos.
1989 verlieh man ihm das Diplom "Maestro de Bailarines" vom Buenos Aires. Er erhielt
das "Carlos Gardel Diplom" in der Provinz Cordoba. Man widmete ihm Homages
in den Clubs Almagro und Gricel für seine Laufbahn in Buenos Aires. Er drehte
eine Szene in den Film "Evita" vom Alan Parker, mit Madonna und Antonio Banderas.
Mitte 2001, im Rahmen einer Europatournee, entschloss Benyi sich in Dortmund niederzulassen,
als er dort eine argentinische Gruppe kennenlernte.
Dort gründete er eine Tanzschule für Tango, Milonga und Canyengue. Im Club-Synchron
(Dortmund-Hörde), organisierte er eine Milonga im Stil von Buenos Aires.
In Deutschland gab er unzählige Workshops, Shows in Braunschweig, Hannover, Bremen,
Stuttgart sowie in verschiedenen Städten des Ruhrgebietes. Er unterrichtete auch
in Tanzschulen in Essen und Recklinghausen. Tanzte mit Norma Raimondi in der Oper
von Düsseldorf und Duisburg. Seine Anwesenheit in Dortmund gab einen großen Tangoimpuls
in der Stadt und trug somit, zusammen mit anderen Tanzschulen, zur Kulturbereicherung
bei. Seine Art Unterricht zu geben, mit seinem kritischen Blick und seiner Aufmerksamkeit
waren sehr lehrreich, unterhaltsam und humorvoll zugleich.
Dank seiner großen Erfahrung war sein Rat sehr wertvoll, so dass viele seiner
Schüler heute selber unterrichten.
Ab Januar 2004 tanzte er mit Melanie. Zusammen präsentierten sie eine besondere
Tangoshow, die durch die Geschichte des Tangos führte, von seiner Entstehung bis
in die heutige Zeit. Leider verstarb Benyi nach einer kurzen, tückischen Erkrankung
am 23.Dezember 2004. Zwei Wochen vorher hatte er seine letzte "Tanzshow" in Dortmund
mit Melanie gegeben, seiner letzten Tanzpartnerin. Doch die Geschichte die mit
ihm begann -ganz nach seinem Wunsch- wird durch seine "älteren" Schüler fortgesetzt.
Mit Melanie, Brigitte, César, Angel und Christian formierte sich die Gruppe "Tango
Benyi", ihm zu Ehren...
Der Tango lebt weiter...